Kern, Kurz oder Strache?

TeamSTAR: Österreich sucht einen neuen Kanzler

Astrion hat den Job des Bundeskanzlers mit der Bewerber-Analyse TeamSTAR unter die Lupe genommen. Wie viele Punkte würden die Bewerber ums Kanzleramt im Report bekommen, wenn Österreich ein Unternehmen wäre?

TeamSTAR ist eine astrologische Bewerber-Analyse. Nachdem ein Personalmanager die drei besten Bewerber ausgewählt hat und alle ziemlich ähnliche Qualifikationen aufweisen, kommt TeamSTAR zum Einsatz. Dabei wird die Harmonie zwischen den Geburtshoroskopen der Bewerber und dem Firmenhoroskop ermittelt.

 

So kann der Human Ressource-Manager hinter die Fassade der objektiven Kriterien blicken. Einstellungen, Soft Skills und grundlegende Fähigkeiten in Bezug auf Team, Produkt und Markt lassen sich damit veranschaulichen.


Österreich als Firma?

Nun zum Unternehmen Österreich. Nehmen wir an, die Republik wäre ein Betrieb, der am 27. April 1945 gegründet worden wäre (Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung). Christian Kern, Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache hätten sich um eine hohe Position in der Geschäftsführung beworben. Im TeamSTAR-Report würden zu allen Bewerbern genaue Diagramme und Analysen vorliegen. Wie gut könnten Sie die Mitarbeiter führen, wie würden sich ihre strategischen und produktspezifischen Entscheidungen auf das Unternehmen auswirken... Da es sich bei Österreich aber um einen Staat mit konkreten Aufgabengebieten und Politiksphären handelt, wurden die Kriterien von TeamSTAR an die Dimensionen einer Republik adaptiert.

 

Es ist kaum der Fall, dass eine Person perfekt zur offenen Stelle passt. Vielmehr hat jeder von uns positive und negative Eigenschaften, die uns vieles ermöglichen, aber auch manches erschweren. Selbst im Arbeitsleben werden diese charakterlichen Feinheiten erst später erkennbar. TeamSTAR sieht einen Bewerber in unterschiedlichen Bereichen, in denen er maximal minus 100 Prozent oder plus 100 Prozent erreichen kann. Damit wird der Wert über der Durchschnittsqualifikation ermittelt. D.h. jemand, der 15 positive Prozentpunkte bei der Teamfähigkeit erreicht, ist um 15 % besser für die Integration ins Team geeignet als ein durchschnittlicher Bewerber. Hier sind 15 % also gar nicht so schlecht. Generell bedeutet alles im positiven Bereich schon eine überdurchschnittliche Eignung. Positive Werte über 25 % sind eine gute, über 50 % eine sehr gute Eignung für den jeweiligen Bereich. 100 % können kaum von einem Bewerber erreicht werden. Genauso sollte ein Bewerber nicht in den Bereich von minus 25 % bis minus 50 % vordingen. Das wäre für das Unternehmen wirklich schädlich.

 

Kandidat A: Christian Kern

Herr Kern ist als Steinbock zwar ein verlässlicher und unermüdlicher Mitarbeiter, aber sein Horoskop in Bezug auf die Republik ist nicht sehr tragfähig. Er hat Schwierigkeiten, das Land international zu behaupten und nimmt eine defensive Position ein. Besonders in Sicherheitsfragen reagiert er zögerlich und überlässt den Konkurrenten das Feld. Er hat einen starken Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung und denkt tatsächlich sehr sozial. Als Kanzler würde er die Sozialausgaben erhöhen. Je länger er im Amt wäre, desto größer würden die Belastungen für das Budget ausfallen. Christian Kern würde den Österreichern ein bequemes Leben ermöglichen, aber den Staat noch viel abhängiger von ausländischen Geldgebern machen. Der größte Vorteil seiner Kanzlerschaft wären sein soziales Engagement und sein konsensorientiertes Auftreten. Jedoch würde er in der wichtigen Sicherheitspolitik sehr schlechte Kompromisse schließen.

TeamSTAR: Wer wird Kanzler?

Kandidat B: Sebastian Kurz

Sebastian Kurz ist im Zeichen der Jungfrau geboren. Er bleibt lange unauffällig und ordnet sich seine Welt so an, dass andere umdenken müssen, aber er seinen Weg treu bleibt. Er hat sehr viele Beziehungspunkte zum Gründungshoroskop des Staates. Positive und negative. Kurz bringt von allen Bewerbern die besten Fähigkeiten mit, die Wirtschaft zu beleben und neuen Wohlstand zu schaffen. Er hat auch die besten Werte in Verteidigungs- und Sicherheitsfragen und kann gleich gut repräsentieren, wie Christian Kern. Seine größten Schwächen sind Sozialausgaben und internationale Partnerschaften. Mit ihm ist nicht um jeden Preis ein Vertrag zu machen. Er verhandelt hart und stärkt den Wirtschaftsstandort nachhaltig. Sicherheit und Wirtschaftswachstum sind sein Rezept für die Zukunft.

TeamSTAR: Wer wird Kanzler?

Kandidat C: Heinz-Christian Strache

Auch H.C. Strache hat gute Werte im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Dennoch sind seine Konzepte nicht so effektiv, wie die von Sebastian Kurz. Erstaunlicherweise wäre Strache zu überraschenden internationalen Kooperationen fähig. Er würde mit Präsidenten und Staatschefs auf ganz persönlicher Ebene politische Gegengeschäfte verhandeln und sich als sehr geschmeidiger Partner erweisen. Man darf seine Zwillings-Natur nicht übersehen. Er kann gut kommunizieren und versteht es, seinem Gegenüber das zu vermitteln, was er hören will. Strache würde, ebenfalls wie Kern, eher die Schulden erhöhen, um kurzfristige Sozialausgaben zu finanzieren. Die Verwaltung des Staates und die täglichen Regierungsgeschäfte würden ihn aber schnell ermüden. Unglückicherweise würden seine Entscheidungen der Wirtschaft nicht guttun und Wachstum kaum ermöglichen.

Die Diagramme zeigen den Überblick über die besten positiven und negativen Fähigkeiten der drei Kanzler-Bewerber. Unter Berücksichtigung aller Faktoren und der der Ausprägungen in beide Richtungen würde sich folgendes Gesamtbild ergeben:

Wie gut passt Kern?

Christian Kern würde insgesamt eine positive Passgenauigkeit für den Job von +9 % erreichen. Er wäre also um 9 % besser, als ein durchschnittlicher Politiker. Das ist zwar eine vertretbare Ausgangslage, führt aber zu keinen besonderen Leistungen. Besonders schwer wiegt seine geringe Fähigkeit, innere und äußere Sicherheit zu gewährleisten. Im Betrieb wäre er die dritte Wahl. 

Christian Kern. Wäre er ein guter Kanzler?

Sebastian Kurz. Wäre er ein guter Kanzler?

Wie gut passt Kurz?

 

Bei Sebastian Kurz kommt es trotz der hohen Einzelwerte zu einer gesamten Passgenauigkeit von +31 %. Als Bewerber in einem Unternehmen, wäre er gut bis sehr gut für den Job geeignet. Er müsste sich in einzelnen Bereichen noch etwas einarbeiten, würde aber um ein Drittel bessere Leistungen erbringen, als jeder andere Politiker.


Wie gut passt Strache?

Auch Heinz-Christian Strache würde in der Gesamtbetrachtung deutlich vor Christian Kern liegen. Mit +27 % könnte er sich als Mitarbeiter in eine gute Position bringen. Seine Qualitäten sind allerdings eher informeller und sozialer Natur, weniger objektiv und nachhaltig.

 

Die Empfehlung an den Personalchef der Firma Österreich müsste nach dem TeamSTAR-Report also lauten:

H.C. Strache. Wer er ein guter Kanzler?

Mit höchster Wahrscheinlichkeit ist Sebastian Kurz auf lange Sicht die beste Besetzung für die Position des Kanzlers. Kurz würde als Bundeskanzler ökonomisch richtig handeln, das Land sicher und selbstbewusst machen und die Entwicklung zu Wohlstand und Wachstum vorantreiben.